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Was ist SVV?

Am weitesten verbreitet ist das so genannte Ritzen, das Zufügen von Verletzungen mit Messern, Scheren oder Rasierklingen. Jana ist 15 Jahre alt. Ihre Arme sind mit zahlreichen weißen Narben übersäht. Ich habe vor einem Jahr, nach der Scheidung meiner Eltern, damit begonnen, erzählt sie. Der Schmerz und das Gefühl alleine zu sein und von allen ignoriert zu werden war einfach zu groß.

Unter Selbstverletzung allgemein versteht man jede gegen sich selbst gerichtete körperliche Gewalt. Betroffene Menschen fügen sich selber schmerzhafte Verletzungen zu. Manche reißen sich die Haare aus, andere schneiden sich mit Messern oder Rasierklingen in die Haut, wieder andere fügen sich selbst Blutergüsse zu oder schlagen sich. Bei der Selbstverletzung geht es in erster Linie darum, seinem eigenen Körper Schaden zuzufügen. Deshalb gehören neben dem aktiven Zufügen von äußerlichen Verletzungen auch das exzessive Treiben von Sport, Essstörungen wie Bulimie oder das Einnehmen von Medikamenten oder Chemikalien dazu.

 

Die Ursachen

Die Ursachen für das so genannte selbstverletzende Verhalten, (kurz: SVV), sind jedoch immer unterschiedlich. Viele betroffene Menschen wurden in ihrer Vergangenheit körperlich oder seelisch missbraucht oder vernachlässigt. Sie haben durch zu wenig Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit nie gelernt, mit ihren Gefühlen vernünftig umzugehen. Dementsprechend viel an Gefühlen, Kummer und Frust staut sich bei den Betroffenen an. Sie nutzen die Selbstverletzung als Ventil für ihr inneres Gefühlschaos. Aber auch sehr große Wut oder Trauer können Ursachen dafür sein, seinem eigenen Körper bewusst Schaden zuzufügen. Dier Menschen bringen so den innerlichen Schmerz, den sie empfinden, nach außen. Betroffene glauben, wenn der äußerliche Schmerz größer ist, dass sie den innerlichen nicht mehr merken.

Wer ist betroffen?

Mehr als die Hälfte aller Menschen, die sich selbst verletzen, sind junge Frauen zwischen 18 und 28 Jahren. SVV ist, wie oft vermutet wird, kein Phänomen bestimmter Gesellschaftsschichten: Es kann jede und jeden treffen. Man geht davon aus, dass ca. 1% der Gesamtbevölkerung, das heißt jeder hundertste Mensch, unter Selbstverletzungen leiden. An einer Schule gibt es wahrscheinlich in jedem Jahrgang ein Mädchen, einen Jungen, der betroffen ist. Menschen, die sich selbst verletzten, leiden unter großen psychischen Problemen und sind anderen gegenüber meist sehr verschlossen und reden nicht über ihre Probleme. Die meisten suchen nie einen Arzt oder Psychologen auf.

 

Die Symptome

Selbstverletzendes Verhalten lässt sich natürlich in erster Linie an den Wunden der Betroffenen erkennen. Doch aus Scham und Angst davor, entdeckt zu werden, verstecken die meisten ihre Verletzungen. Bei mir hat es über ein Jahr lang niemand gemerkt, berichtet Jana. Vor ein paar Monaten hat mich meine beste Freundin auf meine Narben angesprochen. Ihr habe ich alles erzählt. Aber nicht nur an den Narben erkennt man Selbstverletzendes Verhalten. Zu den am häufigsten auftretenden Symptomen der Krankheit gehören große Stimmungsschwankungen, Unzufriedenheit mit sich selbst, übergroße Empfindlichkeit und Mangel an Vertrauen sich selbst und anderen Menschen gegenüber. SVV-Betroffene lehnen sich selbst meist ab und reagieren auf die Ablehnung anderer Menschen äußerst gereizt.

Hilfe!

In der Regel hat selbstverletzendes Verhalten nichts mit einem Selbstmordversuch zu tun. Betroffene versuchen durch die Verletzungen nicht sich selbst, sondern vielmehr ihren innerlichen Schmerz zu töten. Die hilfreichste Methode gegen die Krankheit ist eine Therapie. Hier geht man den Ursachen für das SVV auf den Grund. Weiß man erst einmal, was den Menschen so extrem psychisch belastet, kann der Therapeut gezielt mit ihm darüber reden und den Kern des Übels verarbeiten. In der Therapie kann man zudem lernen, seinen Schmerz und seine Wut besser zu kanalisieren. Um einen Menschen, der sich selbst verletzt zu einer Therapie zu bewegen gehört eine Menge Einfühlungsvermögen und Geduld: Nie den Freund oder die Freundin anschreien. Man sollte nur ruhig mit ihnen Reden und ihnen das Gefühl geben, geliebt und verstanden zu werden. Denn Liebe und Verständnis ist das, was sie in den meisten Fällen suchen und brauchen. Nach langem Überreden ihrer Freundin, hat sich auch Jana zu einer Therapie entschlossen. Ich hoffe, dass ich hier endlich lernen kann, mit meinem Gefühlen und meinem Schmerz umzugehen.

 

Quelle:
(http://www.ikk.de)




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